Neujahrstauchen: Alex Laurijsse lädt zum fünften Mal ans Ingelheimer Strandbad ein

Allgemeine Zeitung vom 29.12.2015

Neujahrstauchen: Alex Laurijsse lädt zum fünften Mal ans Ingelheimer Strandbad ein

Zum fünften Mal werden sich am Neujahrstag mutige Schwimmer am Ingelheimer Strandbad in den Rhein stürzen. Der Adrenalin-Kick zum Jahresbeginn ist eine Idee von Alex Laurijsse. Wir haben mit ihm über die eiskalte Tradition gesprochen.

INGELHEIM - Zum fünften Mal werden sich am Neujahrstag mutige Schwimmer am Ingelheimer Strandbad in den Rhein stürzen. Der Adrenalin-Kick zum Jahresbeginn ist eine Idee von Alex Laurijsse. Wir haben mit ihm über die eiskalte Tradition gesprochen.


Herr Laurijsse, woher stammt denn die Tradition? Was steckt dahinter?


Ich habe diese Tradition aus meiner Heimat, den Niederlanden, mitgebracht. Dort wagen sich seit den 60er-Jahren jedes Jahr tausende Menschen in die eisigen Fluten der Nordsee. Mittlerweile nehmen dort an 80 Orten fast 40 000 Menschen an dem Spektakel teil, davon allein 10 000 in Scheveningen. Vermutlich steckt die Idee dahinter, „gereinigt“ in ein neues Jahr zu starten.


Wie ist die Idee dazu entstanden?


Ich lebe seit 2009 in Deutschland und wollte einfach ein Stück Brauchtum aus meiner Heimat meinen neuen Freunden aus Deutschland näherbringen. Im ersten Jahr war ich mit nur einem Freund im Rhein, danach wurden es von Jahr zu Jahr mehr. Vor vier Jahren konnte ich die Firma Unox, die auch die Events in den Niederlanden sponsert, davon überzeugen, uns jährlich mit Mützen und Erbsensuppe zu unterstützen.

Stürzen Sie sich selbst mit ins kalte Wasser?


Selbstverständlich bin ich dabei, denn es macht riesigen Spaß. Ich habe bisher insgesamt in Holland und Deutschland etwa 20-mal teilgenommen, und sofern ich dazu in der Lage bin, werden noch viele Neujahrstauchen folgen.


Haben Sie einen Tipp: Wie trotzt man dem kalten Wasser am besten?


Das kalte Wasser ist gar nicht das Problem, sobald man untertaucht, bekommt man einen „Adrenalin-Kick“ und man empfindet das Wasser nicht mehr als eisig. Vor dem Startschuss sollte man nicht zu lange barfuß auf dem eiskalten Sandboden am Strand stehen – die kalten Füße sind die größte Herausforderung. Nach dem Tauchen schnell aufwärmen mit Suppe und Glühwein!

Wie lange halten es denn die Teilnehmer in der Regel im kalten Wasser aus?


Es geht nicht darum, möglichst lange im Wasser zu bleiben. Ziel ist es, ins Wasser zu sprinten und einmal komplett unterzutauchen. Es gibt aber auch ein paar Hartgesottene, die danach noch eine Zeit im Wasser bleiben.


Wo kommen interessierte Teilnehmer hin und was erwartet sie?


Wir treffen uns am Freitag, 1. Januar, um 13.30 Uhr am Strandbad in Ingelheim. Ein Umkleidezelt getrennt für Männer und Frauen steht bereit. Originelle Badekleidung ist erwünscht und das lustigste Outfit wird mit einem kulinarischen Gutschein belohnt. Jeder Taucher erhält eine Mütze, danach folgen noch ein paar Verhaltensregeln für das Untertauchen.
Punkt 14.15 Uhr folgt der Startschuss und die Taucher stürmen los in die Fluten des Rheins. Für alle Taucher und alle Zuschauer gibt es unentgeltlich Glühwein, Kinderpunsch, Erbsensuppe und Bratwurst. Jeder Taucher bekommt zur Erinnerung noch eine Dose Erbsensuppe mit Teilnahme-Label als Trophäe. Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich. Wir freuen uns aber, wenn die Taucher sich vorher über unsere Website oder auch bei uns persönlich anmelden – so können wir besser planen. Es gibt keine Startgebühr, wir freuen uns aber über Spenden für einen guten Zweck.


Für welchen guten Zweck ist das Geld bestimmt?


Meine Frau Birgit und ich organisieren als Dromersheimer Neubürger dieses nicht kommerzielle Event aus privater Initiative heraus und wir werden unterstützt von Dromersheimer Geschäftsleuten. Die Spenden fließen daher zu 100 Prozent einem guten Zweck in Dromersheim zu. Nachdem wir zwei Jahre lang den Kindergarten mit den Spenden unterstützt haben, soll nun das Geld der Grundschule „Am Hörnchen“ zugute kommen.

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